Neue Arbeiten

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Denn nur aus der Ferne wird hier zum Schwelgen in organischen und wild-romantischen Landschaftsbetrachtungen eingeladen. Jeder Schritt, mit dem man sich auf Herbert Brandls großformatige Malereien zubewegt, erschüttert den ersten Eindruck. Was aus der Ferne gegenständlich greifbar erscheint, löst sich bei der Annäherung auf in Abstraktion. Eine Abstraktion, die ein Abschweifen an ferne Sehnsuchtsorte verhindert und damit die Position im Hier und Jetzt des Ausstellungsraums bestätigt. Das Bild wird autonom, löst sich von seinem Motiv und gibt damit einen Raum frei, in dem Anarchie und Kitsch miteinander zu ringen scheinen. Herbert Brandls schneller, großzügiger Duktus und seine expressive Gestik übersetzen diese Stimmung in lodernde, fließende und stobende Farbfeuer. Der teilweise pastose Farbauftrag bremst dabei das Tempo des Bildes nicht aus, sondern unterstützt den Eindruck der Körperlichkeit der Farbe.

Herbert Brandl ist seit Mitte der 80er Jahre Künstler der Galerie Bärbel Grässlin. Seinen ersten Auftritt hatte er hier 1985 in einer Gruppenausstellung mit Arbeiten auf Papier. 1992 war er Teilnehmer der documenta 9. 2007 bespielte er den Österreichischen Pavillon auf der 52. Biennale in Venedig.

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